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MUSKELKRAFT

Über- und Unterwasser (VI)


Einige Informationen zu weiteren wichtigen Wettbewerben – wiederum nebst Beispielen:

Einmal im Jahr treffen sich die europäischen Schiffbaustudenten zur International Waterbike Regatta (IWR). Erstmals 1980 in Hannover ausgetragen, finden in Jahren mit gerader Jahreszahl die Europameisterschaften, in den anderen Jahren die Weltmeisterschaften statt. Dabei geht es um die 100 m Speedstrip-Weltrekorddisziplin, um eine 10 km Langstrecke, einen 200 m Slalom sowie um weitere Disziplinen.

Nach früheren Austragungsorten wie Danzig, Zagreb, Rostock, Stettin, Trondheim, Nantes und Genua findet die IWR im Jahr 2013 in kroatischen Rijeka statt, 2014 in Istanbul und 2015 in Berlin. Hier stammt die größte teilnehmende Fraktion mit etwa 50 Teilnehmern vom H.F.Latte e.V., einer Fachschaft der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), die ursprünglich im Jahr 1878 als Zusammenschluß Berliner Schiffbaustudenten entstanden ist.

Die Latte besitzt vier technisch hoch anspruchsvolle Tretboote, die zum Teil im Rahmen von Studien- und Diplomarbeiten entwickelt und von den Studenten selbst gebaut wurden. Diese sind der Froude Interceptor (Baujahr 1991), ein Boot mit dem Namen Paul von Lämmersieth (Baujahr 2001) sowie der 2006 fertiggestellte Imperator. Mit diesem wird das Latte-Team bei der Human Powered Boats (HPB) Championship, die 2013 im Rahmen der Human Powered Vehicle World Championship (HPV) im ostfriesischen Leer stattfindet, unter zwölf teilnehmenden Booten Weltmeister in den Disziplinen 100 m Sprint (mit 10,05 kn) und 10 km Langstrecke sowie Sieger in der Gesamtwertung.

Ebenfalls mit dabei ist das vierte Tretboot des Teams, die 6 m lange Clementine, ein Trimaran, für dessen Schaufelradantrieb zwei Personen in die Pedale treten müssen. Dieses, bereits über 20 Jahre alte Boot kommt auf eine Maximalgeschwindigkeit von 7,80 kn.

2014 folgt der Tretboot-Neubau Reynold, der bei der IWR 2014 prompt den 1. Platz bei der Langdistanz belegt.

L’Ordegno

L’Ordegno


An der genannten HPB – den Meisterschaften der Tretboote in Europa – nimmt im Juni 2001 in Eutin – als weiteres, besonderes Beispiel – ein 5,48 m langes Dreier-Tandem mit Schraubenantrieb namens L’Ordegno teil, das sein Debut bereits auf der IWR im April 1992 in Flensburg hatte.

Dieses an der Universität Triest in Italien konstruierte Gefährt erreicht nun beim 100 m Sprint eine Spitzengeschwindigkeit von 10,20 kn. Zum 20-jährigen Jubiläum seines Bestehens fährt das Trieste Waterbike Team zudem einen neuen 24-Stunden-Rekord, bei dem es eine Strecke von 233 km zurücklegt.


Im Jahr 2016 findet im Mai die 37. IWR in Wien statt (20 Teams mit insgesamt 43 Booten), gefolgt von der HPB während der HPV Europameisterschaft im Juni in Regensburg. Für 2017 ist die 38. IWR im polnischen Iława geplant.


Sicherlich wieder mit dabei sein wird dann auch das interessante Tretboot Dragonfly der Fachschaft STRAAK zu Bremen (Hochschule Bremen), ein 1996 gebautes Vehikel von fast 6 m Länge und gut 2,5 m Breite, das 100 kg wiegt und durch einen großen Luftpropeller angetrieben wird. Es erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 7 kn.

Rollo

Rollo


Eine weitere Besonderheit ist der Rollo der Universität Rostock, dessen innovatives, bionisches Antriebskonzept die Schuberzeugung mittels zweier sich gegeneinander bewegender Hydro-Foils verwirklicht.

Der Bau des 5,81 m langen und 2,30 m breiten Tretboots, das 50 kg wiegt und neben ultraleichten CFK-Rümpfen auch eine Rahmenstruktur aus CFK-Stäben besitzt, beginnt im August 2011. Der Ersteinsatz erfolgt auf der IWR 2012 in Duisburg, und 2013 wird die Hydro-Foil-Geometrie verbessert, womit eine Höchstgeschwindigkeit > 12 kn erreicht werden soll.

Bei der IWR 2015 kommt der Rollo beim 100 m Sprint tatsächlich aber nur auf den 30. Platz. Was für das Team aber nicht so schlimm ist, da sein zweites, 2007 entworfenes Treetboot namens annaX dafür zum wiederholten mal den 1. Platz belegt – und auf der Langstrecke noch dazu den 2.


Doch nun weiter mit der allgemeinen Chronologie ab den 1990ern:


Im Oktober 1991 fährt Prof. Mark Drela auf dem Charles River in Boston, Massachusetts, mit seinem von einem 3 m durchmessenden Luftpropeller betriebenen Decavitator auf einer 200 m langen Rennstrecke einen neuen Weltrekord – mit einer Geschwindigkeit von 34 km/h bzw. 9,53 m/s (18,5 kn).

Das am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte und konstruierte, 22 kg schwere, 6,1 m lange und 2,4 m breite Wasserfahrzeug verwendet den großen Luftpropeller auch, um alle Vorteile eines 3-Knoten Rückenwinds zu nutzen, wie es durch die Preisregeln erlaubt ist.

Zwei Jahre später gewinnt das Team zudem den DuPont-Preis für das schnellste muskelberiebene Wasserfahrzeug der Welt, als es auf 100 m die Grenze von 20 kn durchbricht. Heute wird der Decavitator im Museum of Science in Bosten ausgestellt.

bladerunner Wasserrad-Wasserfahrrad

bladerunner


Zwischenzeitlich gibt es zudem schon unzählige muskelbetriebene Freizeit- und Spaß-Boote, die zumeist mit Tretkurbeln aus Fahrradteilen betrieben werden.

Mir selbst gefällt besonders gut das Wasserfahrrad bladerunner, das 1993 an einem Wettbewerb teilnimmt. An warmen Tagen kann das von oben heruntertropfende Wasser sicherlich erfrischend sein. Leider gibt es keinerlei weitere Informationen über die Initiatoren dieses Gefährts.


Die meisten neuen Versuche, sich schnell übers Wasser zu bewegen, gehen von einer Kombination bereits vorhandener Technik aus. Am häufigsten handelt es sich dabei um  Boots- und Fahrradteile nebst Wasser- oder Luftpropellern.

In diesem Segment findet sich auch das Shuttle-Bike-Kit, eine besonders clevere Konstruktion, die mit Hilfe aufblasbarer Schwimmer und einem Propeller aus jedem Fahrrad in 10 Min. ein Wasserfahrzeug macht, auch wenn die damit erreichbare Geschwindigkeit von maximal 10 km/h nicht allzu hoch ist.

Dafür läßt sich der gesamte, 12,7 kg wiegende Umbau-Set bequem in einem kleinen mitgelieferten Rucksack verstauen. Gut durchdacht ist das Aufblasen der Schwimmer – denn dieses funktioniert mittel einer ebenfalls mitgelieferten Fahrrad-betriebenen Luftpumpe.

Die Innovation, die 1997 in der Presse erscheint, als mit Franco di Fede der erste Mensch die 5,4 km breite Straße von Mesina zwischen Kalabrien auf dem italienischen Festland und der Insel Sizilien in 53 Minuten auf einem Fahrrad überquert, stammt von dem italienischen Studio Tecnico Siviero und wird von der Firma SKB Engineering S.r.l. in Vigevano vertrieben. Sie ist inzwischen weltweit patentiert. Ein Preis wird auf der Homepage nicht angegeben.

AquaCycle Wasserfahrrad

AquaCycle


Und vielleicht erinnert sich der eine oder die andere sogar noch an die quietschbunten AquaCycle Wasserfahrräder, die um diese Zeit verschiedentlich auftauchen - und wie eine Mischung aus Spielzeug und Traktor wirken.


Ebenso sinnvoll wie der obige Shuttle-Bike-Kit ist der Boatdrive-Zusatz, der ab 1999 angeboten wird.

Mit seiner Hilfe wird ohne Mühe oder aufwendige Umbauten jedes kleine Boot zu einem pedalbetriebenen.

Hersteller ist die Firma Circle Mountain Industries Inc. in Fort Benton, Montana, der Preis liegt zu diesem Zeitpunkt bei 3.250 $.

Wassertreter

Wassertreter


Eine Einfachversion, auf die mich ein geneigter Leser aufmerksam macht, ist in der damaligen DDR unter dem zwar sachlich richtigen, aber nicht gerade schön klingenden Namen Wassertreter verbreitet.

Das Tretboot soll hier in Vertretung ähnlicher Modelle gezeigt werden, die man zwischenzeitlich auf vielen Kleingewässern dieser Welt findet.

Als Gegenpol seien die High-End-Vehikel von Ingo Kai Schoffer aus dem Jahr 1998 erwähnt, extrem leichte Tretboote, die es auf Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 km/h bringen.

Und als aktueller Anbieter von Tretbooten – ebenfalls in Vertretung vieler weiterer – soll die Firma Sport-Hobby Ziegelowski GmbH & Co. KG aus Stadtallendorf in Deutschland genannt werden, die unter dem Label Verus-Boote neben anderen Wasserfahrzeugen auch eine ganze Palette von Tretbooten mit unterschiedlichen Designs für 2 – 6 Personen anbietet, deren Preise zwischen 1.950 € und 3.790 € liegen.

Wesentlich günstiger sind allerdings die Baupläne für diverse pedalbetriebene Kleinboote, die der amerikanische Designlehrer und Bootsbauer Philip Thiel aus Seattle, Washington, seit etwa 2001 verkauft (auch wenn seine Homepage aussieht, als sei sie schon in der 1940ern gestaltet worden).


Im Dezember 2001 berichtet die Presse über Olivier Hoang aus Paris, der den Plan hat, mit seinem geschlossenen pedalgetriebenen Boot Circeos die Welt zu umrunden. Der ehemalige Investmentbanker hat in vier Jahren die Mittel für die Reise beschafft, welche ihn via Amerika nach Asien führen soll.

Dabei will er den Propeller des Gefährts, das einem U-Boot von 7,20 m ähnelt und voll beladen 750 kg wiegt, im Durchschnitt 10 Stunden pro Tag mit seiner Beinmuskulatur antreiben, um die 9.000 km lange Strecke über den Atlantik in drei Monaten zu bewältigen.

Im April verläßt er schließlich den Hafen von Lissabon (Portugal) unter der Flagge von Handicap International, um seine Solidarität mit der Arbeit des Vereins zu zeigen. Seltsamerweise läßt sich nichts darüber herausfinden, was anschließend geschah – und ob Hoang jemals seine weiterführenden Pläne verwirklichen konnte, mit seinem Boot auch noch durch den Pazifischen Ozean und das Chinesische Meer zu fahren.

Sea Jogger

Sea Jogger


Im Jahr 2002 beantragt der kanadische, russischstämmige Erfinder und Unternehmer Gregory Lekhtman das Patent für ein System namens Sea Jogger, mit dem man über das Wasser laufen kann (US-Nr. 6.595.813, erteilt 2003). Mit dem effektiven Flossen-Antrieb, der die natürliche Laufbewegung in Vortrieb umsetzt, soll man mühelos auf dem Wasser gleiten können.

Der tragbare, aufblasbare und einfach zu montierende Sea Jogger ist aus Aluminium, Edelstahl und High-Tech-Polymeren hergestellt, soll sehr stabil und komfortabel sein – und paßt leicht in eine Tragetasche. Sein Preis beträgt 899 $. Ob er inzwischen noch lieferbar ist, entzieht sich meiner Kenntnis.


Im Jahr 2003 stellt  Karl Werner Guhr aus Penzberg ein Surfbike vor, das als Aufsatz für beliebige alte oder neue Surfbretter entwickelt worden ist.

Das Wasserliegerad (o. Surfbrett-Bike), dessen Aluminium-Rahmen voll zerlegbar ist, wird mit beidseitigem Schaufelrädern angetrieben und erreicht auch bei einer untrainierten Person Reisegeschwindigkeiten von bis zu 6 km/h.

Im Preisumfang von 580 € ist zuzüglich zu dem Antriebsstrang und zwei 20-Zoll-Alu-Laufrädern mit jeweils 9 Stück verschraubten 15er Schaufeln noch der Basisrahmen aus Rechteck-Alu-Rohr, ein Ausleger-Rahmen mit 2 Schwimmern, ein Alu-Liegesitz sowie 2 Spanngurte mit Ratschenverschluß enthalten.


Im Laufe der Zeit wird immer wieder versucht, weitere neue Methoden der Fortbewegung über das Wasser zu entwickeln, doch auch die Ergebnisse des ‚Walk on Water’-Wettbewerbs der University of San Diego im Jahre 2004 fallen recht bescheiden aus.

In den meisten Fällen versuchten die Teilnehmer verzweifelt, auf Konstruktionen wie aufgeblasenen Skiern u.ä.m. auf dem Wasser das Gleichgewicht zu halten und überhaupt vorwärts zu kommen. Der Wettbewerb wird auch in den Folgejahren durchgeführt - im Jahr 2008 beispielsweise nehmen bereits knapp 60 Teams daran Teil, die zumeist aus Universitäten und Hochschulen stammen. Medienwirksame Erfolge sind bislang aber noch nicht erzielt worden.

Paddel-bewegtes Unterseeboot Uscull

Uscull


Ganz unter Wasser fahren soll das Paddel-bewegte Uscull human powered submarine des schwedischen Designers Milko Ozlu, der dieses im Rahmen seiner MA Abschlußarbeit im Bereich Transportwesen am Royal College of Art in London entwickelt.

Das Mini-U-Boot, dessen Bilder im Februar 2005 in den Blogs erscheinen, ist für zwei Personen gedacht und soll in geringen Tiefen operieren. Die Paddel sind drehbar gelagert und legen sich beim Drücken flach, um dem Wasser den geringsten Widerstand zu bieten.

Ob das Konzept je realisiert wird, ist nicht bekannt. Ozlu wird nach seiner Graduierung jedenfalls sofort vom Nissan Design Centre in Tokio eingekauft.


Sehr eigen sieht das 2005 in Holland entwickelte, phantastische Konzept Di-Cycle aus, das von GBO Design and Engineering mit Niederlassungen in Helmond und im belgischen Antwerpen stammt - und in meinen Augen gleich mehrere Designpreise verdient.

Auch hier sind Grundelemente eines Fahrrads integriert, aber dieses Fahrzeug kann aufgrund seiner völligen Neukonstruktion nahtlos von Land ins Wasser hineinfahren und umgekehrt. Durch die stabilisierenden, schräggestellten und großen Räder erinnert das Schwimm-Fahrrad an das ‚HyperBike’ von Curtis DeForest Jr., das ich weiter oben beschrieben habe.

Die Entwicklung erfolgt mit Blick auf die von einer Vielzahl von Kanälen durchschnittenen Stadt Helmond, die mit solch einem Amphibien-Rad sowohl auf festem wie auch auf flüssigem Untergrund durchstreift werden könnte. Einen Preis hat das Di-Cycle jedenfalls schon gewonnen, und zwar den Brabantse Spelen Designpreis des Jahres 2005. Leider ist es bislang aber bei dem Design geblieben.


Tatsächlich umgesetzt ist demgegenüber die Entwicklung von Greg Kolodziejzyk, einem kanadischen Leistungssportler aus Calgary, der im Juli 2006 gleich zwei Weltrekorde auf dem Sektor der Mensch-betriebenen Fahrzeuge (auf dem Trockenen) aufstellt.

Critical Power

Critical Power

Zum einen bewältigt er auf einer Rennanlage in Eureka, Kalifornien, innerhalb von 24 Stunden eine Strecke von 1.041,25 km – und zum anderen bricht er den bisherigen Streckenrekord von 1.000 km mit einer Zeit von 23 Stunden und 2 Minuten. Greg fährt dabei ein vollverkleidetes Rennrad namens Critical Power. Darüber hinaus zieht es ihn aber auch aufs Wasser.

Im Juni 2007 stellt Kolodziejzyk einen weiteren Rekord auf, als er auf dem Wasser des Glenmore Reservoirs in Calgary innerhalb von 24 Stunden mit seinem ebenfalls Critical Power genannten Pedal-Trimaran eine Strecke von 173,76 km zurücklegt.

Für den September 2008 plant Kolodziejzyk den bisherigen Strecken-Weltrekord für von Menschen angetriebene Wasserfahrzeuge zu brechen, den mit 242 km (in 24 h) bislang Carter Johnson hält.

Ihm gelingt es dann tatsächlich, in der genannten Zeit 245,16 km weit zu kommen - was einen weiteren Eintrag im Guinnes Buch der Rekorde mit sich bringt.

Die Ambitionen des Rekordhalters gehen aber noch weiter: Im Winter 2008 will er mit eigener Kraft den Atlantik überqueren und dabei den bisherigen Geschwindigkeitsrekord von 43 Tagen für die rund 3.000 Meilen brechen, den ein Ruderboot hält. Später rückt er aus logistischen Gründen von dem Plan aber wieder ab.

WiTHiN-24 Propeller

WiTHiN-24 Propeller

Dafür stellt Kolodziejzyk im Januar 2010 ein neues Boot namens WiTHiN-24 vor, mit dem er im Rahmen des Projekts Pedal the Ocean ab Juli von Tofino in Kanada nach Hawaii treten will.

Für die 4.300 km lange Strecke plant er eine Reisezeit von nur zwei Monaten ein - was mich wirklich verwundert, wenn ich mir ansehe, wie winzig der Propeller ist, den er aus dem Innern seines ebenfalls vollverkleideten ‚Unterwellen-Tretboots’ heraus zum Drehen bringt (s. Vergrößerung).

Nicht ganz klar ist, wann die Arbeiten an einem zweiten Boot beginnen, das nun anscheinend für die Langstrecke konstruiert wird.

Das von dem australischen Schiffsbauingenieur Stuart Bloomfield (andere Quellen: Rick Willoughby, der ebenfalls diverse pedalbetriebene Wasserfahrzeuge konstruiert hat) entworfene, fast vollständig aus Kohlefaser gefertigte und einfach nur WiTHiN genannte Boot ist in sechs wasserdichte Abteilungen unterteilt, einschließlich Cockpit, Schlafkabine und einem Hauptspeicher.

Neben der Notfallausrüstung ist das Boot mit einem Solarstrom-Generator, einer Wasserentsalzungsanlage, Satellitentelefon, Computer und GPS ausgestattet. Dazu gibt es noch Platz für mehr als 90 kg Nahrungsmittel und Verbrauchsmaterialien. Bei 80 U/min des Zweiblatt-Propellers soll das Tretboot eine Geschwindigkeit von bis zu 3,7 kn erreichen.

Im Februar 2010 führt Kolodziejzyk Probefahrten von Nanaimo nach Port Hardy an der Nordspitze von Vancouver sowie auf dem großen Okanagan See durch. Dabei zeigen sich aber diverse Probleme, sodaß der Sportler seine Pläne endgültig begräbt. Auch hätte er sich die mentale Belastung der geplanten Reise schließlich doch nicht zugetraut.

Im Jahr 2012 bietet er die WiTHiN zum Verkauf an – für 84.000 kanadische $. Was wohl zu teuer ist, denn über einen Besitzerwechsel ist nichts zu finden.

Dafür schafft er es bei dem MR340-Fluß-Rennen im Jahr 2014 mit seinem Boot die 340 Meilen entlang des Missouri River mit einer Bestzeit von 57 Stunden und 12 Minuten zu absolvieren, was ihm den 1. Preis in seiner Klasse beschert.

 

Weiter über und unter dem Wasser...