spiraleTEIL D

UMFELD


Die Masse der Erdatmosphäre wird auf rund 5·1015 Tonnen geschätzt, während die Planetenoberfläche etwa 510·106 km2 beträgt. Da der Druck als Kraft pro Fläche definiert ist, ergibt sich für den Luftdruck unter Berücksichtung der Schwerkraft ein globaler Überschlagswert von 1,01·105 kg/m2. Auf jedem Quadratzentimeter Meeresoberfläche lastet also durchschnittlich eine Luftsäule von etwas mehr als einem Kilogramm. Bei einem Quadratmeter Oberfläche sind das mehr als 10 Tonnen. Wenn wir nun die konventionellen Fördersysteme für Flüssigkeiten betrachten, so stellen wir fest, daß hier stets ,gegen diesen Druck' angepumpt werden muß - womit sofort klar sein sollte, warum diese Technik so ineffizient ist.

Die Umgebung, in der die uns interessierenden physikalischen Vorgänge ablaufen, besteht aus der uns umhüllenden Luft. In diesem Bezugsrahmen wäre es also nicht besonders rational, ein System zu implizieren, zu dessen Funktion ein Vakuum notwendig ist. Denn dies entspricht schließlich nicht der Umwelt, in der wir leben. Ein optimales System sollte dagegen genau in unserer natürlichen Umgebung funktionieren. Holophysisch betrachtet bildet der Luftdruck auch keinen ,zu unterwerfenden Widerstand', sondern stellt einfach nur eine weitere potentiell nutzbare Energieform dar.

Das Betriebsmittel des Energiesystems sollte nach ähnlich simplen Kriterien ausgesucht werden. Wasser - der Stoff, der auf unserem Raumschiff Erde am reichlichsten und am leichtesten verfügbar vorhanden ist - bildet solch ein geeignetes Betriebsmittel. Und auch hier wieder: ganz ,normales' Wasser, also flüssig und mit einer der Umgebung entsprechenden durchschnittlichen Temperatur. Daß Wasser bei einer Temperatur von 4°C seine größte Dichte erreicht, kann später, wenn das neue System modifiziert zur Meerwasserentsalzung genutzt wird, ausschlaggebend werden. Darauf werde ich gesondert Bezug nehmen. Ansonsten geht es beim Synergetischen Modell um Wassertemperaturen im Bereich zwischen 15°C und 25°C.

Nicht vergessen werden sollte hier allerdings, daß wir es nicht nur mit dem Medium oder dem Betriebsmittel an sich zu haben. Der Unterschied wird deutlich, wenn wir den Energieaufwand eines Spaziergangs bei Windstille mit dem Aufwand für den gleichen Spaziergang bei starkem Gegenwind vergleichen. Bei unveränderter Gravitationswirkung nimmt dort sogar unser im allgemeinen aufrecht gehender Körper einen anderen, mehr oder weniger stark schrägen Winkel an. Dieses Beispiel verdeutlich auch den Einfluß von Grenzwerten, denn unser äußerst labiles Gleichgewicht ist nur kybernetisch aufrecht zu erhalten - sonst werden wir entweder nach hinten weggerissen... oder wir fliegen nach vorn auf die Schnauze.

Dichte, Masse und Richtung der Bewegung spielen also eine genauso wichtige Rolle im physikalischen Geschehen wie die anderen technischen Spezifikationen - und wie die äußeren Bedingungen:

"Wasser, das genügend Bewegungsenergie hat, kann bergauf fließen, aber nur, wenn ein Berg da ist." (32)


Hiervon abgeleitet möchte ich vorwegnehmen, daß es die primäre Funktion des synergetischen Modells ist, Wasserberge aufzubauen, an welchen dann weiteres Wasser emporfließen kann. Für diese ,aufbauende'  Bewegungsenergie haben wir natürlich erst einmal selbst zu sorgen. Doch davon später, denn ich möchte zuerst einmal die beiden folgenden Fragen stellen:

    • Was hält eine bestimmte Menge Wasser auf ihrem Niveau ?
    • Nach welchen Regeln findet der überall in der Natur vorkommende Hochtransport von Flüssigkeiten statt ?

Setzt man die beiden Fragen miteinander in Bezug, dann wird man feststellen, daß die Gravitation für den Ver­bleib des Wassers auf einem Niveaupegel ,Null' gar nicht so maßgeblich verantwort­lich ist, da sie ja ständig und mit fast gleichbleibender Stärke wirkt. Bei Höhendifferenzen von 100 m beispielsweise ist ihre Abnahme kaum signifikant. Auch der Luftdruck, der ,böse Geist' der Pumpenbauer, hat in der freien Natur keineswegs das Bestreben, die Bewegung in eine bestimmte Richtung (also nach oben) verhindern zu wollen. Man könnte eher sagen, der Luftdruck hält uns überhaupt erst zusammen, denn in der Horizontalen erfährt alles in der Erdatmosphäre aus jeder Richtung den gleichen Druck. Dieser ist im Normalfall nicht spürbar, weil sich unser Organismus darauf eingestellt hat. Er ist jedoch die Grundvoraussetzung dafür, daß sich Menschen, Tiere und Pflanzen nicht durch Verdampfung ihrer Körperflüssigkeiten auflösen...

Wenn wir nun einen aufmerksamen Blick auf bewegtes Wasser werfen, z.B. auf einen fallenden Wasserstrahl, wie er beim Ausgießen von Wasser zu beobachten ist, dann sehen wir deutlich eine spiralig gewundene bzw. gewendelte Form einer makroskopisch-dynamischen Anordnung von Wassermolekülgruppen. In der nebenstehenden Abbildung habe ich die Wendelung zur Verdeutlichung besonders betont. Und ich erwähne diese, durch die Corioliskraft induzierte spiralenbildende Grundtendenz aller fallenden flüssigen und gasförmigen Substanzen, weil sie uns auch im Kontext des synergetischen Modells begegnen wird.

Erinnern wir uns: Wasser und Luft sind die Hauptelemente unserer Umwelt, eine Begegnung mit ihnen und die Beschäftigung mit ihren Wechselwirkungen im Kleinen wie im Großen kann uns nur nützen. Doch selbst wenn wir schon einige Aussagen über Wechselwirkungen der Natur machen könnten, so steht dennoch fest, daß ein "jedes Gesetz, das nur qualitative Aussagen macht, weiter erforscht werden muß, bis es zu quantitativen Aussagen geführt wird." (33)

Dieses ,weiter erforschen' - davon bin ich überzeugt - wird in Zukunft auch Bezüge zur Relativitäts- und Quantentheorie haben, und möglicherweise werden wir feststellen, daß es erst mit neuen Modellen wie den vereinheitlichenden Feldformeln des deutschen Physikers Burkhard Heim gelingt, die tatsächlichen Sachverhalte zu erarbeiten. Der Grund für diese Überzeugung ist die Aussage, daß die Bewegung und damit auch die Energie ein der Materie immanenter Zustand ist, der bei richtigem Verständnis auch anzapfbar und transformierbar ist!

Eine erfolgreich umgesetzte Methode zur Synchronisation und Nutzung der Bewegungselemente von Mikro- und Makrokosmos (eine Art interdimensionales Getriebe?) wird eine völlig neue Betrachtungsweise unserer energetischen Umwelt zur Folge haben, so daß ich vorhersagen möchte, daß der Begriff der ,Relativitätstheorie' dann wohl auch durch den einer ,Relationstheorie' ersetzt werden wird, denn eigentlich "ist doch nichts relativ, sondern alles steht in Relation zueinander." (34)

Ich selbst erfuhr die Relativität/Relation der Bewegungselemente des synergetischen Modells zuerst einmal intuitiv, in meiner Vorstellung, und später dann durch kleinere Versuche, die das intuitive Empfinden durch Beobachtung erhärteten.

Da mir die Kenntnisse für eine mathematisch-physikalische Annäherung fehlen (und diese womöglich auch gar nicht im Sinne der meisten Leser wäre), werde ich das geschaute Prinzip mittels Analogie und Logik erklären.

Beginnen wir daher mit einer Betrachtung der Energiesysteme insgesamt.


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