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Kalte Fusion im (ver)öffentlich(t)en Bewußtsein


Kalte Fusion? Da lachen doch die Hühner... meint die offizielle Presse - und zensiert jahrzentelang massiv alle Neuigkeiten aus diesem Bereich. Ein guter Grund für mich einmal nachzuschauen, wie denn überhaupt mit dem Thema umgegangen wird - und zwar in der Realität von SF-Romanen. Wobei ich auch Begriffe wie Vakuumenergie u.ä. nicht außen vor ließ. Ich fand zum Teil wirklich tolle Zitate!!


Kalte Fusion im (ver)öffentlich(t)en Bewußtsein

von Achmed A. W. Khammas


Nachdem Stanley Pons und Martin Fleischmann mit ihrer Pressekonferenz am 23.03.1989 an der Universität Utah die Existenz der Kalten Fusion nachdrücklich in der Realität plaziert hatten, konnte man diese Information nicht mehr ausradieren. Daher griff man zur zweiten Stufe der energetischen Inquisition: Die Idee und ihre Protagonisten wurden lächerlich gemacht, das ganze als die übliche Suche nach dem unmöglichen Perpetuum Mobile dargestellt und alle bislang erzielten positiven Ergebnisse einfach ignoriert.

In meiner Datenbank sind allerdings zahlreiche Hinweise auf Internationale Kongresse (der 1. fand 1995 in Monte Carlo statt), weiterführende Untersuchungen und unzählige Veröffentlichungen zu diesem Thema gespeichert - und wöchentlich werden es mehr. Die vielleicht seltsamste Information dabei soll hier wiedergegeben werden, sie ist weder verifiziert noch konnte ich sie zum derzeitigen Stadium mit ausreichendem Quellenmaterial stützen, trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - empfinde ich sie als ausgesprochen brisant:

Als Pons und Fleischmann den Aufbau ihrer Versuchsanordnung veröffentlichten, wurde der Versuch an Hunderten von Instituten und Labors wiederholt. Überraschenderweise erzielten dabei genau 50 % aller Untersuchungen ein positives Ergebnis, und 50 % ein negatives! In der Presse wurde nachfolgend fast ausschließlich über die negativen 50 % berichtet, ohne daß diese Zahl dabei natürlich in Erscheinung trat. Die andere Hälfte wurde einfach totgeschwiegen. Aber das hat nicht verwundert. Viel mehr hat das 50/50 Ergebnis verblüfft, denn es läßt im Grunde nur einen einzigen Schluß zu.

Ich bin überzeugt davon, daß alle Laborleiter und Mitarbeiter nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben. Ich glaube daran, daß sie unvoreingenommen an die Untersuchung des beschriebenen Fusions-Phänomens herangegangen sind. Ich vertrauen auch darauf, daß sie sich alle an die wissenschaftlichen Leitlinien der Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit gehalten haben, und daß sie alle nach bestem Wissen uns Gewissen gehandelt haben. Um so mehr überrascht daher das o.g. Ergebnis. Wie konnte es dazu kommen?

Das einzige, das mir dazu eingefallen ist, ist die bekannte Aussage vom Einfluß des Untersuchenden auf den Versuch, des Beobachters auf die Beobachtung - denn hierin liegt meiner Vermutung nach der Schlüssel zum Verständnis der erzielten, auf dem ersten Blick so extrem widersprüchlichen Ergebnissen. Denn eigentlich gibt es nur zwei Arten von Menschen. Oder Wissenschaftlern, um konkret bei unserem Fall zu bleiben. Die eine Art sagt: "Ich kann nicht daran glauben, daß es eine Kalte Fusion gibt. Aber ich bin Wissenschaftler und werde den Versuch unvoreingenommen und korrekt durchführen, um mich Anhand des Ergebnisses von der Richtigkeit meiner Annahme zu überzeugen". Während die andere Art sagt: "Ich würde sehr gerne glauben, daß es eine Kalte Fusion gibt. Aber ich bin Wissenschaftler und werde den Versuch unvoreingenommen und korrekt durchführen, um mich Anhand des Ergebnisses von der Richtigkeit meiner Annahme zu überzeugen".

Und da es diese beiden Arten von Menschen bzw. Wissenschaftlern etwa im Verhältnis 50/50 gibt, sollte es nun niemanden mehr überraschen, daß auch die erzielten Ergebnisse diesem Verhältnis entsprachen. Schließlich geht es um atomare oder sogar subatomare Veränderungen während des Versuchs, bei dem sich ein ‘Beobachtereffekt’ besonders klar ausprägen kann.

Hat er es?

Und noch ein weiteres ist zur Kalten Fusion zu sagen: Der Begriff hat sich zu einem zugkräftigen Synonym für die erhoffte, ja erflehte Lösung der globalen Energie- und Umweltkrise gemausert. Und wird in der Literatur und im Film zunehmend multipliziert - meist sogar mit positivem Vorzeichen (!), ganz im Gegensatz zu der sog. Öffentlichen Meinung, die aufgrund einer ziemlich wirksamen Pressemanipulation (um nicht Zensur zu sagen) noch immer dem Glauben anhängt, daß es sich dabei um einen peinlichen Ausrutscher zweier leicht seniler älterer Herren gehandelt hat...

Aus diesem Grund möchte ich hier in Form einer kurzen Übersicht die uns bisher bekannt gewordenen Erwähnungen der Kalten Fusion aufzählen (hauptsächlich aus SF-Romanen und Action-Filmen), wobei ich nochmals darauf hinweisen möchte, daß der Begriff in diesem Zusammenhang als Synonym für jegliche Art der Freien Energie zu verstehen ist. Aus den jeweiligen Buchpassagen sind die wichtigsten Sätze nachfolgend wiedergegeben, bei den Filmen habe ich eine Kurzzusammenfassung geschrieben. Anzumerken ist noch, daß die Kalte Fusion en passent in wesentlich mehr Büchern und Veröffentlichungen erwähnt wird, als hier aufgeführt.


In den folgenden Veröffentlichungen wird die Kalte Fusion (bzw. ähnliche Freie Energie Konzepte) zumeist als positiv und voll funktionierend dargestellt:

Waffenruhe - Roman von Arthur C. Clarke und Michael Kube-McDowell (1999)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 13131 (9/2000)

"Das Patentamt hatte innerhalb von zwanzig Jahren mehr als dreihundert Kaltfusionsgeräte und -prozesse abgelehnt. (...) Das einzige Problem bestand darin, daß das Gerät funktionierte. Von Rechts wegen hätte Peter Marchmont für seine Diplomarbeit in chemischer Verfahrenstechnik das Weltpatent für den hydrothermoelektrischen Entkopplungsgenerator bekommen müssen." (S. 272)


The Saint (Der Mann ohne Namen) - Film mit Val Kilmer und Elisabeth Shue Regie: Philip Noyce, Paramount Pictures (5/1997)

Der ‘selbständige’ Meisterspion Simon Templar bekommt von einem russischen Ölmagnaten den Auftrag, die Formel einer Kalte-Fusion-Technik zu stehlen, um sie in dessen Tresoren verschwinden zu lassen. Natürlich gelingt dies - wobei sich Templar unverhoffterweise aber in die Wissenschaftlerin verliebt. In einer packenden Schlußszene soll die öffentlich demonstrierte Nichtfunktion dieser Technologie den Beweis für die geistige Beschränktheit der russischen Machthaber liefern, um den Umsturzplänen des Ölmagnaten Vorschub zu leisten - doch fatalerweise funktioniert die Kalte Fusion (mitten auf dem Roten Platz) und rettet sowohl die Protagonisten, als auch das frierende Volk.


Scorpio One - Film mit Jeff Speakman und Robert Carradine Regie: Worth Keeter, USA 1997

Nach rätselhaften Zwischenfällen auf der Raumstation Scorpio One macht sich eine Shuttle-Mission auf den Weg ins All. Mit an Bord ist allerdings ein (weiterer) Saboteur, der versuchen soll, die auf der Raumstation durchgeführten erfolgsversprechenden Versuche zur Kalten Fusion zu vernichten.


Außer Kontrolle - Film mit Keanu Reeves und Morgan Freeman Regie: Andrew Davis, USA 1996

Ein Forscherteam hat eine neue Energiequelle entdeckt. Kaum ist das Experiment mit der ‘Gewinne-Energie-aus-Wasser(stoff)’-Maschine geglückt, wird der leitende Professor ermordet und das ganze Labor fliegt in die Luft. Der Verdacht wird bewußt auf den Studenten Eddie gelenkt (Reeves), der daraufhin flüchten muß - und gleichzeitig versucht, die wahren Urheber zu entlarven, um seine eigene Unschuld beweisen zu können.


Der verrückte Wissenschaftler - Kurzgeschichte von Isaac Asimov (1989)
Erschienen in dem Sammelband Zauberland, Bastei Lübbe 1997

"Treffen Partikel und Antipartikel auf ein elektromagnetisches Feld, werden sie abgelenkt - eines nach links, eines nach rechts, und wenn dies bei einem ausreichenden Unterdruck geschieht, teilen sie sich unendlich, ohne daß sie wieder in Energie umgewandelt werden, da sie in einem solchen Vakuum auf nichts reagieren. (...) Aber die hierfür geltenden Gleichungen funktionieren in beide Richtungen (...). Mit anderen Worten, es ist möglich, in einem Vakuum ein voneinander getrenntes Teilchen-Antiteilchen-Paar zu erzeugen, und zwar ohne Energie, da sie in ihrer Vorwärtsbewegung natürlich Energie erzeugen. Mit anderen Worten, wir erzeugen unbegrenzt Energie (...)." (S. 109)


3001 - Roman von Arthur C. Clarke (1997)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 10603 (1999)

"Einer der Planeten ist detoniert und hat die Sonne mitgerissen. (...) Es war keine Supernova (...). Die verbreitetste Theorie lautet, jemand habe versucht, die Vakuumenergie anzuzapfen - und der Versuch sei außer Kontrolle geraten." (S. 55) "Die Besatzung der Goliath interessierte sich mehr für die technischen Gegebenheiten als für die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu Pooles Zeit. Besonders faszinierend fand sie eine Revolution, die er selbst noch miterlebt hatte: die Nutzbarmachung der Vakuumenergie und, in Folge davon, das Ende der Ära der fossilen Brennstoffe." (S. 109) "Falls die unvorstellbaren Energiekapazitäten des Nullpunktfeldes (manchmal auch >Quantenfluktuationen< oder >Vakuumenergie< genannt) jemals angezapft werden können, wird das unabsehbare Auswirkungen auf unsere Zivilisation haben. (...) Noch während ich dies schreibe, behaupten viele fähige Ingenieure, die neue Energiequelle würde weltweit in den Labors bereits angezapft. Eine Größenvorstellung vermittelt der Physiker Richard Feynman, wen er sagt, mit der im Volumen einer Kaffeetasse enthaltenen Energie (wichtig ist nur das Volumen, ganz gleich wo!) könne man alle Ozeane der Welt zum Kochen bringen. (,,,) Verglichen damit ist die Atomenergie nicht mehr als ein feuchtes Streichholz." (S. 227 / Quellen und Danksagungen)


Fiasko - Roman von Stanislav Lem (1986)
Deutsche Ausgabe bei Fischer 0253 (1989)

"Teilchen sind gewissermaßen Wellen und Wellen sozusagen Moleküle; das absolute Vakuum ist durchaus nicht absolut, sondern voll von virtuellen Teilchen, die so tun, als gebe es sie nicht; Energie kann negativ sein, und es kann daher weniger Energie dasein als überhaupt keine; die Mesonen treiben im Intervall der Heisenbergschen Unbestimmbarkeit betrügerische Spielchen, indem sie die heiligen Sätze der Energieerhaltung verletzen, aber sie tun es so schnell, daß man sie bei dieser Schurkerei nicht erwischt." (S. 357)


Narrenopfer - Roman von Ian McDonald (1996)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 5981 (1998)

"So einen kauf ich mir, wenn ich das Geld dafür habe. Die laufen ewig - mit Leitungswasser. Phantastisch." "Heißt so ähnlich wie ‘Nullpunkt-Energie’. Aber fragen Sie mich bloß nicht, wie das funktioniert. Dürfte nach Meinung der Wissenschaftler auch gar nicht funktionieren." (S. ..... )


G.A.S. - Die Trilogie der Stadtwerke - Roman von Matt Ruff (1997)
Deutsche Ausgabe bei dtv 12721 (2000)

Philo packte Morris beidhändig an der Hemdbrust. "Du hast in diesem U-Boot einen Atomreaktor installiert?" "Er arbeitet mit lauwarmer Kernfusion!" stieß Morris hervor. "Praktisch sauber und völlig sicher!" (S. 503)


Quantum - Roman von Tom Grace (2000)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 13650 (2002)

Sandstrom schob den Stecker in die Steckdose an der Wand. Das erste Gerät sprach sofort an und registrierte wie beim letzten Mal die durchfließende Spannung; das zweite Meßgerät zeigte Null an. In dem mattschwarzen Gerät begann sich der innerste goldene Ring zu drehen. Die Drehung wurde schneller, und der nächste Ring fing an zu rotieren, und schließlich schloß sich auch der äußerste Ring dem Tanz an. Die sich drehenden Ringe erzeugten die Illusionen, daß die bläuliche Kugel in einem goldenen Nebel schwebe; dann erschienen kleine Funken hinter der durchsichtigen Abdeckung. Die Funken vermehrten sich, wurden heller, bis das Vakuum in der Sphäre einen Ball aus hell leuchtender Energie bildete. Die Zuhörer hielten sich die Hände vor die Augen, um sie vor dem grellen Licht zu schützen, das aus dem schwarzen Gerät strömte, bis Sandstrom schließlich eine undurchsichtige schwarze Abdeckung aus seinem Koffer holte und sie über die Lexan-Kuppel legte.

"Es wird ein wenig hell", sagte Sandstrom mitfühlend, als einige Zuhörer blinzelten. "Wenn ich Sie bitten darf, einen Blick auf das Meßgerät zu werfen, das den Energie-Output anzeigt... "

Einige Mitglieder des MARC-Beirats standen auf und traten näher heran, um das Meßgerät besser sehen zu können.

"Zeigt dieses Ding auch korrekt an?", fragte ein Elektroingenieur, der sich sein Vermögen mit Computern verdient hatte.

"Das ist doch unmöglich", sagte ein anderer, der nicht glauben wollte, was seine Augen ihm zeigten. "Genau das habe ich auch gesagt, als ich die Zahlen das erste mal sah. Der Energie-Output dieses Geräts ist ungefähr zweitausendmal so hoch wie die Energie, die wir hineinschicken. Da ich nun fest davon überzeugt bin, dass man Energie weder erschaffen noch vernichten kann, bleibt mir nur übrig, den Schluß zu ziehen, dass dieses Gerät hier so etwas wie ein Wasserhahn ist und dass die Energie, die ich dazu benutze, um ein starkes asymmetrisches Energiefeld zu erzeugen, diesen Wasserhahn geöffnet hat und dass Energie von irgendeiner anderen Energiequelle durch den Hahn strömt." (S. 27)


Der Schild der Zeit - Roman von Paul Anderson (1990)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 4961 (1993)

"Sie (die Menschen auf Terra) haben einen ganz schwachen Schimmer. Nichtträge Beziehungssysteme. Quantenschwerkraft. Energie aus dem Vakuum. Bells Theorem wurde kürzlich im Laboratorium verletzt, nicht wahr... ?" (S. ....)


Weltenwanderer - Roman von Poul Anderson (1998)
Deutsche Ausgabe bei Bastei-Lübbe 24276 (2000)

»Woher kommt denn dann die Energie?« »Die ursprüngliche Idee besagte, daß sie aus dem Vakuum stammt.« »Könnten Sie das näher erklären? Das klingt nicht viel plausibler als, nun ja, die Grinsekatze aus >Alice im Wunderland<.« Olivares zuckte die Achseln. »Das trifft auf einen großen Teil der Quantenmechanik zu. Ich will's versuchen. Der Raum ist kein passives Medium, in dem irgendwelche Ereignisse stattfinden. Er ist ein Meer von virtuellen Partikeln. Sie wechseln entsprechend der Unschärferelation ständig zwischen Existenz und Nichtexistenz. Die sich daraus ergebende Energiedichte ist enorm.« »Aber wir wissen nicht, wie wir das Vakuum praktisch nutzen können, oder doch?« »Nur in geringem Maße wie zum Beispiel beim Kasimir-Effekt. Dieser besagt, je mehr Energie wir dem Vakuum >entleihen<, desto kürzer wird die Zeit, bis sie wieder >zurückgegeben< werden muß. Aber diese Mengen an Energie und Zeit sind viel zu gering, um ein Raumschiff anzutreiben.« »Aber Sie, Dr. Olivares, haben gezeigt, wie es bewerkstelligt werden kann«, sagte Eleury leise. Er schüttelte den Kopf. »Nicht selbst. Ich habe einfach einige Spekulationen überprüft, die bereits im vergangenen Jahrhundert aufgestellt wurden. Und dann erhielten wir durch die neuen Instrumente neue Informationen«. (S. 23 f.)


Satori City 2.0 - Roman von Alexander Besher (1994)
Deutsche Ausgabe bei Goldmann 23691 (1996)

Satori City, besser als ‚Virtuopolis’ oder ‚Virtuellopolis’ bekannt, wurde im 2017 vom Satori-Konzern als der Welt erste VR-Stadt im Online-Betrieb entwickelt. Von der tatsächlichen Tsubo-Fläche im Cyberspace her gesehen, entspricht ihre räumliche Ausdehnung jener der Insel Manhattan. Virtuopolis bietet in seiner virtuellen Realität voll ausgerüstete Bürogebäude – VR-Kratzer – mit einzelnen Zellen zu kurzfristigen und langfristigen Anmietung, interaktive Kongreßzentren und Leihlabore für Forschung und Entwicklung in allen größeren Nano-Industrien, von Desktop-Kaltfusionsanlagen bis zu Bio-Origami-Holzbetrieben, um nur einige Verwendungszwecke zu nennen. (S. 66)


Bücherwurm, lauf! - Story von Vernor Vinge (1966)
Deutsche Ausgabe erschienen in: Die Tiefen der Zeit, Heyne 52132 (2006)

Da der Bendermotor nur den in der Luft vorhandenen natürlichen Wasserdampf als Treibstoff benötigte, ist er eine erhebliche Verbesserung gegenüber jeder anderen Energiequelle. (S. 12)


Die Offenbarung - Roman von Bill Napier (2000)
Deutsche Ausgabe bei rororo 23423 (2003)

»Von wie viel Energie reden wir eigentlich?«
Aristotoles harpunierte mit seiner Gabel einen Fisch. »Die Nullpunktenergie formt Moleküle, ja, sie bestimmt sogar die innere Struktur der Atome. Die materielle Welt ist Schaum, der auf der Oberfläche eines tiefen Ozeans aus Vakuumenergie schwimmt.«
»Nennen Sie mir eine Größenordnung.«
Papa hatte eine schnelle Antwort parat. »In einem Hohlraum von der Größe einer Kaffeetasse ist genug Energie, um die Weltmeere verdampfen zu lassen.«
Archies Augen strahlten. Bradfield sagte: »Ährgh!« Ob in Bezug auf die Suppe oder die Behauptung des Griechen, war unklar.
»Das ist ja ungeheuerlich«, sagte Findhorn lahm.
»Sie müssen doch darüber nachgedacht haben, welche Auswirkungen eine Quelle unendlicher Energiereserven hätte, die man auch noch leicht anzapfen könnte«, sagte Aristotoles.
»Billige Elektrizität. Das Ende aller Hungersnot. Wasser in der Wüste. Eine Welt des Überfluß.«
Aristotoles brach in Gelächter aus. »Billige Superbomben, verheerender als Nuklearwaffen und viel leichter zu bauen. Wirtschaftlicher Zusammenbruch. Massenarbeitslosigkeit. Gesellschaftliches Chaos. Und irgend wann das Auftauchen eines neuen Führers, der die Situation retten soll.« (S. 271 f.)


Omega - Roman von Kack McDevitt (2003)
Deutsche Ausgabe bei Bastei-Lübbe 24341 (2005)

Die (Aufzeichnungsgeräte) sahen aus wie größere Münzen. (...) Wie E-Suits wurden auch sie mit Vakuumenergie versorgt und sollten folglich unendlich lange betriebsfähig bleiben. (S. 283)


Die Zeit-Odyssee - Roman von Arthur C. Clarke & Stephen Baxter (2004)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 52037 (2005)

Obwohl die Möglichkeiten überwältigend waren, die die vielversprechendste der neuen Technologien, die kalte Fusion, auf lange Sicht bot, war die Machbarkeit im industriellen Maßstab noch nicht erwiesen, und die weltweiten Vorkommen an Erdöl und Erdgas wurden so schnell verbrannt, wie sie aus der Erde befördert werden konnten. (S. 44)


Methusalems Kinder - Roman von Robert A. Heinlein (1967)
Deutsche Ausgabe bei Bastei-Lübbe 24280 (2000), hier Story: Methusalems Kinder

»Ganz gleich wie ich es mir zurechtlege, wir scheinen von irgendwoher Energie aufgenommen zu haben. Aber von wo? Mich hat man in der Schule gelehrt, die Fahne zu ehren, die richtige Partei zu wählen und an das Gesetz der Energie zu glauben. Ich habe den Eindruck, du hast es gebrochen. Wie geht das zu?«
»Mach dir darüber keine Gedanken«, riet Libby ihm. »Das sogenannte Gesetz der Erhalten der Energie war eine Arbeitshypothese, unbewiesen und unbeweisbar, um augenfällige Phänomene zu beschreiben. Seine Bedingungen sich nur auf das ältere, dynamische Konzept der Welt anzuwenden. In einem Raum, den man sich als statisches Netz von Beziehungen vorstellt, überrascht diese ‚Verletzung’ dieses ‚Gesetzes’ nicht mehr als eine diskontinuierliche Funktion, die festgestellt und beschrieben wird. Das ist es, was ich gemacht habe. Ich habe eine Diskontinuität in dem mathematischen Modell des Masse-Energie-Aspekts gesehen, den man Trägheit nennt, und sie angewendet.« (S. 1007)


SOL – Der Schöpfer der Ewigkeit
- Roman von Will McCarthy (2000)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 52171 (2006)

Und da hatte er endlich wider Glück – jedenfalls fast. Entscheidend war, daß die Nullpunktenergie mit der Frequenz anstieg; je kürzer die Wellenlänge, desto höher die Energie. (S. 284)


SOL – die Rebellion des Prinzen - Roman von Wil McCarthy (2003)
Deutsche Ausgabe bei Heyne (....) (2007)

„Glaubst du etwa, sie würden wegen uns einen Ertialkreuzer auf den Weg schicken? Der würde zwei Wochen brauchen.“
„Ertial?“
„Ja, ertial. Inertial-abgeschirmt. ich dachte, du wärst ein kluger Bursche, Boyo. Am Bug befindet sich eine Kollapsiumkappe, und die darin enthaltenen Schwarzen Löcher lenken die Vakuumenergie ab, welche die Ursache für die Trägheit ist. Dann kann man so stark beschleunigen, wie man will, ohne es zu spüren. Aber das ist kostspielig, verstehst du? Nur sehr wenige Raumschiffe sind damit ausgerüstet - zumeist besonders große. (...)“ (S. 155)


Collector - Roman von Markus Heitz (2010)
Heyne (o. Nr.)

Der Ingenieur lachte. "Wir schätzen, und es ist nicht mehr als eine Schätzung, daß es ein Langstreckensprungantrieb ist. Jedenfalls nach den bisherigen Erfahrungen. Genau kann ich es nicht sagen, Die Scabs haben große Mengen an Deuterium und Palladium gezeigt. Der Reaktor scheint auf eine Art Kalte Fusion ausgelegt zu sein. Das fehlt GI noch in der Sammlung."
"Was viel wichtiger ist: Ist er ganz oder kaputt?" (S. 32)


Betelgeuze - Comic von Leo, Les Survivantes (2001), Zyklus 2
Deutsche Erstausgabe (2004), Gesamtausgabe

Der Zentrifugal-Mechanismus des Impulsators des Aerojeeps

Die nötige elektrische Energie, um Achse A zu drehen und den Elektromagneten zu speisen, wird durch eine kalte Kernfusionsbatterie vom Typ Raedereer-Moreira geliefert. (S. 52)


Galdäa – Der ungeschlagene Krieg - Roman von Karsten Kruschel (2011)
Wurdack Verlag, Nittendorf

Die Datenmengen waren immens. Von den Inschriften aller jemals in irgendeiner irdischen Wüste gefundenen Steintafeln bis zum Speiseplan der Zentralkantine Offords von vergangener Woche – alles war da. Die Ballistik der Steinschleuder, mit der David dem armen Goliath so wehgetan hat, und die Herstellungsverfahren eines Kaltefusionsreaktors. (S. 246)


Der Krieg der Puppenspieler - Roman von Larry Niven und Edward M. Lerner (2009)
Deutsche Ausgabe bei Bastei Lübbe (2011)

Seine Untersuchung eines Outsider-Antriebs war nicht gänzlich vergeblich gewesen. Irgendwie zapfte der Mechanismus die Nullpunktenergie des Vakuums an. Wurde diese Energie asymmetrisch abgezapft, führte schon das allein zu einer Triebkraft – und die war stark genug, ganze Welten zu bewegen. (S. 64)

Während einer vorangegangenen Krisensituation hatte Baedecker festgestellt, daß der Planetenantrieb aus der Nullpunktenergie des Vakuums schöpfte. In dem er auf Baedecker unbekannte Weise eine Asymmetrie schuf, stellte er einen Gradienten im leeren Raum her. Je steiler dieser Gradient war, desto höher war die Beschleunigung. (S. 336)

Bei dem Prozeß werden Materie-Antimaterie-Paare aus dem Quantenschaum erzeugt, Myriaden von Paaren, die über ein Raumvolumen verstreut sind, das größer ist als der zu bewegende Körper. (S. 412)


Das letzte Theorem - Roman von Arthur C. Clarke und Frederik Pohl (2008)
Deutsche Ausgabe bei Heyne (2009)

Anfangs, als ihr uns diesen Vorschlag unterbreitet habt, dachte ich, Ihr wollt den Menschen beibringen, wie man die im Vakuum vorhandene Energie nutzt, so wie wir es ja auch tun. Ich bin froh, daß dies nicht der Fall sein wird, denn die Großen Galaktiker wären sicher nicht davon begeistert. (S. 466)


Black Rain - Roman von Graham Brown (2009)
Deutsche Ausgabe bei Blanvalet (2009)

Er schob eine Mappe beiseite und beugte sich in Richtung Moore. „Wenn dieses Ding da draußen ist, dann ist es der Schlüssel zu einer völlig neuen Welt. Wir wären unabhängig von anderen Energiequellen und verfügten über eine Vormachtstellung in der Stromerzeugung für die nächsten hundert Jahre. Kalte Fusion bedeutet unbegrenzt saubere Energie. Sie bedeutet ein Land voll sauberer, billiger Kraftwerke, aus denen Elektrizität für Autos, Lkws und Häuser fließt, ohne daß Treibhausgase oder atomarer Abfall entstehen. (S. 103 f.)

In diesem Buch, in dem es primär um merkwürdige, energieerzeugende Artefakte geht, wird auch kurz die Geschichte von Fleischmann und Pons erwähnt (wobei das Lektorat vermutlich von einer Phantasiegeschichte ausging, da der Fleischmanns Name durchgehend falsch geschrieben wurde.) (S. 128 f.)


Der nackte Gott - Roman von Peter F. Hamilton (1999)
Deutsche Ausgabe bei Bastei Lübbe (2001, 4. Aufl. 2005)

„Der Gedanke gefällt mir nicht“, erwiderte der alte Astronom mit einem schwachen Grinsen. „Aber ich kann ihn auch nicht widerlegen. Möglicherweise ist es sogar die Erklärung dafür, daß Swantic-LI zu einem anderen Stern springen konnte. Vakuumfluktuationen können negative Energie besitzen.“ „Natürlich“, sagte Renato. Er lächelte seinen Chef eifrig an, als er den Gedanken aufnahm und weiterspann. „Es wären exotische Fluktuationen, von der Art, die ein Wurmloch geöffnet halten. Genau wie das Raumverzerrungsfeld eines Voidhawks.“

Samuel hatte dem Verlauf der Diskussion kopfschüttelnd zugehört. Jetzt sagte er: „Aber warum? Warum sollte jemand ein Objekt wie dieses schaffen? Zu welchem Zweck?“

„Es ist eine ständige Quelle neuer Wurmlöcher“, sagte Alkad. „Und die Tyrathca sagen, der Schlafende Gott diene dem Fortschritt biologischer Entitäten. Das dort ist der ultimative interstellare Antriebsgenerator. Wahrscheinlich kann man mit seiner Hilfe sogar zwischen Galaxien hin und her springen.“ (S. 917 f.)


Die Würfel Gottes - Roman von von Mark Alpert (2008)
Deutsche Ausgabe bei Goldman (2011)

David erkannte das Bild. „Das ist ein Wurmloch, stimmt’s? Eine Brücke, die verschiedene Gebiete der Raumzeit miteinander verbindet?“

„Ja, aber nur sterile Neutrinos können diese Art von Abkürzung nehmen. Und der einheitlichen Theorie zufolge können die Teilchen Energie gewinnen, während sie durch die zusätzlichen Dimensionen ziehen. Eine ungeheuere Menge Energie, falls der Neutrino-Strahl auf die richtige Weise ausgerichtet ist.“

David schüttelte den Kopf. Das sah übel aus. „Was passiert, wenn die aufgeladenen Teilchen zurück in unser Universum kommen? Sagt die Theorie irgend etwas darüber?“

Monique klappte den Laptop zu und schaltete ihn aus. Sie wollte David nicht die letzten Gleichungen in dem Artikel sehen lassen. „Die zurückkehrenden Teilchen können eine gewaltige Verzerrung der lokalen Raumzeit auslösen. Die Menge an freigesetzter Energie hängt davon ab, wie man das Experiment ausrichtet. Unter den richtigen Bedingungen könnte man diesen Prozeß benutzen, um Wärme oder Elektrizität zu erzeugen. Aber man könnte ihn auch als Waffe einsetzen.“ (S. 371 f.)


Das Artefakt
- Roman von Andreas Brandhorst, Heyne (2012)

Rahil wußte, daß sie die Vakuumenergie der Raumzeit anzapften und Dunkle Materie konvertierten. (S. 118)

„(…) Die Humax bauten noch mehr Uteri, und die produzierten jeden Tag Tausende von Kriegern. Sie brauchten viel Energie für ihre Brüter und die gewaltigen Werften, in denen Schlachtschiffe und Kampfdrohnen entstanden, und auch darauf schienen sie vorbereitet zu sein, wenn es sie zapften nicht nur Sonnen an, sondern den Raum selbst, seine Vakuumenergie.“ (S. 424)


Weltenwandler
- Roman von Larry Niven und Edward M. Lerner (2008)
Deutsche Ausgabe bei Heyne 24376 (2008)

Baedeker hatte regelmäßig Fortschrittsberichte abgeliefert. War es überhaupt Fortschritt? Der Planetenantrieb schien die Nullpunktenergie des Vakuums anzuzapfen. Irgendwie führte das zu einer Asymmetrie, die von sich aus eine Triebkraft bewirkte. Die Energien, um die es dabei ging, waren atemberaubend.

Jedes Mal, wenn er sein Labor betrat, ließ alleine schon die Vorstellung, sich an diesem Antrieb zu schaffen zu machen, Baedeker am ganzen Leibe zittern. (S. 543)


Hundert Tage auf Stardawn
- Roman von Matthias Robold (1999)
Deutsche Ausgabe bei Suhrkamp Taschenbuch 3016 (1999)

„Wie Sie vielleicht wissen, Mr. Inbal, beinhaltet das Forschungsinstitut Hekabe 148 Laborräume und -hallen insgesamt. Fast die Hälfte von ihnen wird momentan allein für die verschiedenen Materienegationsversuche genutzt; praktisch das ganze erste Gebäude. Über dreihundert Leute sind damit beschäftigt, die Möglichkeiten und Risiken dieser noch so neuen Energiegewinnungsmethode experimentell zu prüfen, darunter acht Mitarbeiter Professor Nantals.“ (S. 75)

„Hier wird das Strahlungsspektrum analysiert, daß bei der Negation einzelner Atome ausgesandt wird; momentan am Beispiel Wasserstoff. Wenn es in wenigen Jahren zu einer lohnenden Anwendung, also der Energiegewinnung in größerem Maßstab, kommen soll, müssen wir die gesundheitlichen Risiken schließlich genau kennen. Natürlich ist anzunehmen, daß die Strahlung kaum gefährlicher sein wird als bei der normalen Materie-Antimateriezerstrahlung. Trotzdem sind noch viele Versuchsreihen nötig, bevor diese neue Technik galaxisweit zugelassen werden kann.“

Custer deutete auf eine der zylindrischen Vorrichtungen, die von oben in die Kugeln eindrangen.

„Dies sind die Initiatoren. Sie erzeugen in der Materiekammer das Kraftfeld, das auf den Spin, die Drehrichtung der atomaren Teilchen, Einfluß nimmt. Wie ihnen gewiß bekannt ist, definiert sich Antimaterie ja allein als Materie, deren Protonen, Neutronen und Elektronen einen umgekehrten Spin aufweisen und somit zu Antiprotonen, Antineutronen und Positronen werden. Die Umkehrung des Spins, das, was wir die Negation normaler Materie nennen, ist also eine Methode zur Erzeugung von Antimaterie. Das Revolutionäre daran ist, daß sie nur einen unbedeutenden Bruchteil der Energie erfordert, die dann in dieser Antimaterie gespeichert ist. Vielleicht mag Ihnen das nun erscheinen, als könnten wir Energie aus dem Nichts erschaffen; aber so ist es nun doch nicht ganz.“

Die letzte Bemerkung hatte Custer mit einem heiteren Ton unterlegt. Anstandshalber gab Inbal daher ein Schmunzeln von sich.

“Sie können also nicht zaubern.“

„Oh nein“, erwiderte Custer und grinste hinter dem Verdeck seines Anzuges. „Wir tun letztlich nicht mehr, als Materie in einen Zustand zu bringen, der es ihr ermöglicht, sich in die Energie zurückzuverwandeln, aus der sie bei der Entstehung des Universums einst hervorging. Noch arbeiten wir mit einzelnen Atomen, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis es uns gelingt, die Materienegation auch in größerem Umfang einzusetzen.“

Inbal war gewiß kein Fachmann auf dem Gebiet der Physik; aber das mußte man auch nicht sein, um die wirtschaftliche Bedeutung dessen abzuschätzen, was Overmann hier entwickelte. Es waren einige Milligramm an Materie, die zu Energie zerstrahlen mußten, um megatonnenschwere Frachter anzutreiben. Es war ebenso die Umwandlung vergleichsweise geringer Materiemengen, die eine Sonne Milliarden von Jahren strahlen ließ. Schon seit Jahrhunderten war bekannt, daß eine bestimmte Masse immer einem bestimmten Energiebetrag entsprach. Doch die Nutzung dieses Wissens hatte sich bis heute allein darauf beschränkt, Energie in Masse – in Antimaterie – umzuwandeln, um sie so zu speichern und dann auf umgekehrtem Weg wiederzugewinnen. Doch niemals war es gelungen, die Energie zu gewinnen, die auch in der natürlich entstandenen Masse verborgen war. (S. 77)

 

Ausgebrannt - Roman von Andreas Eschbach (2007)
Deutsche Ausgabe bei Bastei Lübbe Taschenbuch 15923 (2008)

Ein Durchgang, an dem er vorbeikam, gab den Blick in eine Art Messehallen frei; Markus erspähte Schilder mit Aufschriften wie COLD FUSION und ETERNAL LIFE. (S. 171)

Es war wie ein Erwachen im falschen Film. Der erste, der aufstand, als Block anbot, Fragen zu beantworten, fragte nichts, sondern erklärte, das sei ja alles ganz nett, aber doch wohl überflüssig, da die Technologie der Kernfusion dicht vor dem Durchbruch stehe, und das hieße dann Energie in unbegrenzter Menge.

Block blinzelte; irritiert, wie es Markus schien. „Kernfusion?“, erwiderte er. „Das höre ich seit vierzig Jahren, daß die dicht vor dem Durchbruch steht.“

„Die kalte Fusion funktioniert längst!“, schrie ein anderer dazwischen, ein dünner Mann mit raubvogelartiger Nase. „Die Technologie wird bloß von der Lobby der Energiekonzerne unterdrückt, weil es ihr Monopol gefährdet! Kalte Fusion, das heißt: der Fusionsreaktor für die Westentasche. Ein Gerät, das nicht größer ist als eine Thermosflasche, aber mehr Strom liefert als ein Atomkraftwerk. Unbegrenzte Energie für jedermann!“

Noch ehe Block darauf etwas sagen konnte, hatte sich ein braungebrannter, glatzköpfiger Mann in einem wallenden weißen Gewand des Saalmikrofons bemächtigt und erklärte salbungsvoll: „Die Zukunft, meine Freunde, gehört der Vakuumenergie. Energie aus dem Nichts, in unbeschränkter Menge - es wird uns sogar möglich sein, Planeten in andere, vorteilhaftere Umlaufbahnen zu versetzen...“ (S. 181)


Die Kriegerin – Roman von David Weber (1992/2006)
Deutsche Ausgabe bei Bastei Lübbe Taschenbuch 23338 (2009)

Die Dynamik-Panzerungen wurden aus fortschrittlichsten Verbundwerkstoffen gefertigt; diese waren zwar geradezu sündhaft teuer, dafür machten sie die Panzerungen auch leichter, schneller und robuster als die Raiders-Ausführung. Diese Dynamik- Panzerungen waren ausdauernder – das war den winzigen, geradezu unvorstellbar teueren Energiezellen (auf der Basis der kalten Fusion) zu verdanken, derentwegen es nicht mehr erforderlich war, sich der Supraleitungs-Kondensatoren zu bedienen, die in Raiders-Panzerungen verbaut wurden. (S. 363)


Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes – Roman von Ted Chiang (2011)
Deutsche Ausgabe im Golkonda Verlag, Berlin (2012)

"Sie schicken uns nichts zurück", sagte Burkhart. Bei einen früheren Austausch hatten die Heptapoden uns Informationen über uns selbst gezeigt, die wir ihnen übermittelt hatten. Das Außenministerium hatte wütend reagiert, aber nichts deutete darauf hin, daß es eine Beleidigung sein sollte: Wahrscheinlich bedeutete es nur, daß es bei diesen Tauschaktionen nicht auf den Handelswert ankam. Und es schloß nicht aus, daß die Heptapoden uns nicht doch noch ein heiß ersehntes Wunder zeigen würden, beispielsweise den Bauplan eines neuen Weltraumantriebs oder eines kalten Fusionsreaktors. (S. 90)


Adina sehen und... - in: Willkommen auf Aurora, SF-Reihe von Heidrun Jänchen
Wurdack Verlag, Nittendorf (2012)

Lydia hörte die Details nicht mehr. Frachtraten für Adinit! Adinit war schier unbezahlbar. Der Katalysator für die Kalte Kernfusion war das wertvollste Material der Welt. Die Speditionen wußten das und verdienten sich eine goldene Nase damit. Oder anderen goldene Körperteile. (S. 229)


Planetenkrieg - Das letzte Tor – Roman von John Ringo (2011)
Deutsche Ausgabe im Heyne Verlag München (2013)

„Die Materie-Konversionssysteme sind auch nicht perfekt, sagte Tyler. Dieses Gigawatt-Kraftwerk sollte nur ein paar Gramm He3 pro Tag brauchen. Der Rest entweicht, wie ihnen jeder Wissenschaftler erklären würde, Glatun, Mensch oder wer auch immer sonst, zur Seite, im Grunde in ein anderes Universum.“

„In ein anderes Universum?“, fragte Dr. Palencia ungläubig.

„Ja, so könnte man es laienhaft ausdrücken“, erklärte Fleming. „Mathematisch wird es ein wenig komplizierter. Aber diesen Schwund müssen wir irgendwie noch beseitigen. Leider. Dann können wir mit der Produktion dieser Anlage den ganzen Spiralarm mit Energie versorgen.“

„Seit die Physiker von der Erde die galaktische Wissenschaft einigermaßen in den Griff bekommen haben, ist das eine von zwei Fragen, an denen die sich im Augenblick die Zähne ausbeißen“, erläuterte Tyler. „Nun, sagen wir eine von drei. Es sollte eine andere Möglichkeit geben, Pseudo-Gravitation zu erzeugen und zu steuern. Irgendjemand hat schließlich irgendwo einmal die erste Gravplatte hergestellt. Da man ohne Pseudo-Gravitation keinen Gravplatten herstellen kann, hat jemand entweder diese Regeln verletzt oder über eine andere Form von Pseudo-Gravitation verfügt. Bei der zweiten Frage geht es wie auch bei der ersten darum, wie man einen genügend hohen Gravitationsvortex erzeugt, um Neutronium herzustellen.“

„Und welchen Wert hat Neutronium?“, erkundigte sich Dr. Werden.

„Wenn man den Mathematikern glaubt“, sagte Fleming, „sollte man, um Neutronium zu erzeugen, weniger Energie brauchen, als man bei seiner völligen Annihilation bekommt.“

„Das widerspricht doch ...“, sagte Dr. Palencia und hielt inne. „... irgendeinem Gesetz.“

„Dem Energieerhaltungssatz“, half ihm Tyler. „Wir stellen fest, daß das auf Quantenebene eher eine Art Empfehlung ist, aber kein Gesetz (...).“ (S. 371 f.)


Die Quelle – Roman von Uwe Schomburg (2011)
Bastei Lübbe, Köln

„Warum macht Kemper so ein Geheimnis um seine Unterlagen?“

Hagen räusperte sich. „Kempers Erfindung widerspricht in den physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Nach denen kann es seine Erfindung nicht geben.“

„Was ist daran so besonders?“, wunderte sich Benn. „Jede große Erfindung schien unmöglich, bevor sie gemacht wurde.“

„Um sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben, sollte Kemper alles offen legen. Professor Münch ist einer der anerkannten Fusionsforscher der Welt. Seine Expertise und erfolgreiche Experimente mit ihm hätten Gewicht. Aber Professor Münch dachte nicht daran, sein Ansehen einfach so aufs Spiel zu setzen. Bereits die Tatsache, daß er sich Kempers Experiment ansah, war ihm, ehrlich gesagt, nicht geheuer. Sie können sich nicht vorstellen, wie gefährlich es in der Wissenschaft ist, sich mit einem pathologischen Thema zu beschäftigen.“

„Ich verstehe Sie immer weniger“, sagte Ben. „Sie sagen doch selbst, daß Tausende von Wissenschaftlern in den Industrienationen an der Energiegewinnung wie auf der Sonne forschen. In Garching, in Greifswald, in Caderache und wo auch sonst noch. Auch dieser Professor Münch. Warum ist ihm dann Kempers Erfindung nicht geheuer?“

Hagen wand sich wie ein Aal.

„Kempers Erfindung kommt ohne riesige, milliardenteure Fusionsreaktoren aus. Er gibt die Atomphysiker der Lächerlichkeit preis. Mit seiner Erfindung gibt es unbegrenzte Energie für alle. Aus Deutsche AusgabeWasser. Aus dem Reagenzglas.“ (S. 196)

„Haben Sie schon einmal etwas von der kalten Fusion gehört?“

„Nein“, sagte Benn.

„Ich schon“.

„Sie?“ Johanna Grohte sah Ela Stein verwundert an. „Sie sind doch Polizistin. Was wissen Sie über die Kalte Fusion?“

„Sie vergessen, daß ich beim Bundeskriminalamt wissenschaftliche Institute in Fragen des Geheimschutzes betreue. Unter anderem auch das in Greifswald. Dort gibt es einen Wissenschaftler, so weiß ich das aus meinem ersten Gespräch dort, der die Experimente hierzu weltweit beobachtet.“ (S. 349)

„In den Vereinigten Staaten werden seit 1992 keine Patente zu Kalten Fusion mehr angenommen“. Kemper trank einen großen Schluck Wasser, fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. „Ich habe meine eigene Interpretation dazu. Aus meiner Sicht soll damit verhindert werden, daß das Patent von den Falschen angemeldet wird. Sie wollen es haben. Sie müssen es haben. Energie ist der Schlüssel zur Macht.“ (S. 429)


Das geheime Leben des Ettore Majorana – Roman von Burkhard Ziebohlz (2000)
Deutsche Ausgabe bei der KBV Verlags-und Mediengesellschaft mbH, Hamm

„Diese Unterlagen von Ettore, war das etwas Brauchbares?“

Himmelreich nickt.

„Das war es wirklich. Er war früher schon gut, aber die Zeit des Alleinsein hat ihn offenbar noch mehr auf das fokussiert, was immer schon sein Lebensinhalt war. Das Material ist heißer als heiß. Meine Kenntnisse sind natürlich eingerostet, aber ich habe jemanden gefragt, der sich besser damit auskennt, und habe ihm einen Teil der Unterlagen enthüllt. Ettore hat alle Aspekte der kalten Kernfusion gelöst; du weißt, was das heißt.“

Winklers Augen sind groß.

„Saubere Energie in unbeschränkter Menge, an jedem Platz der Welt.“

„Wenn es allen zugänglich gemacht wird. Die Aufzeichnungen sind so detailliert, daß man sofort ein Kraftwerk bauen könnte.“ (S. 251 f.)


2012 – Die Prophezeiung – Roman von Steve Alten (2011)
Deutsche Ausgabe bei Kiepenheuer & Witsch, Köln (2011)

Die BALAM verfügte über Nullpunktenergie, wodurch sie in der Lage war, transgalaktische Flüge mit Überlichtgeschwindigkeit durchzuführen. Diese Information ist von entscheidender Bedeutung für MAJESTIC-12 und US-amerikanische Interessen, denn diese Technologie könnte der gegenwärtigen Weltbevölkerung (10,2 Milliarden), die unter gravierender Nahrungsmittel- und Treibstoffknappheit leidet, Zugang zu unbegrenzter, sauberer Energie verschaffen. (S. 22)


Der letzte Regent – Roman von Andreas Brandhorst (2013)
Heyne Verlag München

Die Schwarmokulare in seinen Augen zeigten ihm die sich drehenden Rotationselemente, mächtige Maschinen, die Energie aus dem Vakuum des Alls und den Fluktuationen im Quantenschaum gewannen, der allem Existierenden zugrunde lag. (S. 62)


Galaxy Tunes® – Roman von Rob Reid (2012)
Deutsche Ausgabe im Heyne Verlag München (2013)

Metallicam ist das schwerste Element des Universums. In anorganischer Form kann es Strom aus dem Nullpunktfeld leiten, wodurch es zu einer nahezu unerschöpflichen Energiequelle wird – oder zu einer sehr mächtigen Waffe. (S. 105)


Messias Maschine – Roman von Chris Beckett (2004)
Deutsche Ausgabe bei Knaur Taschenbuch, München (2012)

Die Macht der Vernunft hat den Düsenantrieb erschaffen, die Atomwaffe, die kalte Fusionsenergie, die superschnelle diskontinuierliche Bewegung, die erstklassigen Systeme der Kybernetik. Und wir werden unsere Macht einsetzen. (S. 76)


Coruum – Roman von Michael R. Baier, in drei Teilen (2005 – 2009)
Eigenverlag

Der andere war ein hochgewachsener, dünner Mann, mit schütterem, hellem Haar. Ich erkannte ihn sofort. Professor Morton Warren. Er war Mitglied der Kommission zur Verleihung des Physik-Nobelpreises, zusammen mit Fergus. Ich war ihm vor einigen Jahren bei der Verleihung in Stockholm begegnet. Sein Fachgebiet war die Kernphysik, die Erforschung hochenergetischer Energiequellen. Meine letzte Information war, daß er im Bereich der kalten Fusion arbeitete. Ein brillanter, schwedischer Wissenschaftler. Nur - was machte er ausgerechnet hier? (S. 149)


Transport Zwei – Todesflut – Roman von Phillip P. Peterson (2016)

"Das ist doch unmöglich. Wie könnte das Artefakte so viel Energie aufbringen?"

"Keine Ahnung. Ich nehme an, daß der Transporter Vakuumenergie abpumpt. Aber das ist Spekulation. (…)" (S. 52)


Alexanders langes Leben - Stalins früher Tod und andere abwegige Geschichten, hrsg. von Erik Simon, Heyne Verlag München (1999)

"Unerschöpfliche Energie aus dem Nichts" verkündet die Washington Post in Ihrer Ausgabe vom 28. April 1886 anläßlich der Einweihung der ersten mit den in der Materien schlummernden Maxwell-Kräften betriebenen Anlage zu Elektrizitätsgewinnung in New York. Thomas Alva Edison, der Erbauer der Anlage, wurde vom Präsidenten der amerikanischen Föderation, Stephen Grover Cleveland, mit dem Thomas Jefferson Award, der höchsten Auszeichnung für einen Wissenschaftler, geehrt. (S. 133)


Quantum - Roman von David Walton (2015)
Deutsche Ausgabe im Heyne Verlag München (2016)

"Okay, ich gebe mich geschlagen", sagte ich. "Wie hast du das angestellt?"

Brian schaute mich ernst an. "Sie haben mir das gezeigt. Die Quantenintelligenzen."

"Ich verstehe. Die kleinen Feen versetzen den Kreisel in Rotation?" Ich wollte nicht zynisch klingen, doch es fiel mir schwer.

"Natürlich nicht!", fauchte er. "Das ist Nullpunktenergie. Die Energie des Spins eines einzelnen Teilchens. Die erschöpft sich nicht. Das ist eine unerschöpfliche Energiequelle." (…) (S. 30)

Das Beste daran war, daß die Rotationsenergie vom Grundzustand der Teilchen herrührte. Generatoren auf Grundlage dieser Technologie könnten den Energiebedarf der ganzen Welt decken. (S. 223)


Das Lied der fernen Erde – Roman von Arthur C. Clarke (1986)
Deutsche Ausgabe im Heyne Verlag München (1994), in den Danksagungen auf Seite 283 f.

Der erste Hinweis, daß Vakuumenergien zum Antrieb genützt werden köönnten, wurde offenbar von Shinichi Seike im Jahr 1969 gegeben. ("Quantum Electric Space Vehicle"; 8. Symposium über Weltraumtechnologie und Naturwissenschaften, Tokio).

Zehn Jahre später stellte H. D. Frohning von McDonnel Douglas Astronautics diesen Gedanken bei der Konferenz für interstellare Studien der ,British Interplanetary Society, in London (September 1969) vor und ließ ihm zwei Thesenpapiere folgen: "Propulsion Requirements for a Quantum Interstellar Ramjet" (JBIS Vol. 33, 1980) und "Investigation of a Quantum Ramjet for Interstellar Flight" (AIAA Preprint 81-1534, 1981).

Wenn man die Zahllosen Erfinder unspezifizierter ,Weltraumantriebe, außer acht läßt, war der erste, der diesen Gedanken literarisch verwendete, wohl Dr. Charles Sheffield, der Chefwissenschaftler der ,Earth Satellite Corporation,; er diskutiert die theoretische Basis für den "Quantenantrieb" (oder, wie er ihn nennt: "Vakuum-Energie-Antrieb") in seinem Roman "The McAndrew Cronicles" ("Analog: Science Fact - Science Fiction"1981; Nachdruck Tor Books, 1983).

Richard Feymann behauptet, nach einer zugegebenermaßen naiven Berechnung enthalte jeder Kubikzentimeter Vakuum genügend Energie, um alles Ozeane der Welt zum Sieden zu bringen. Eine andere Schätzungen von John Wheeler ergibt einen Wert, der nicht weniger als neunundsiebzig Größenordnungen höher liegt. Wenn zwei der größten Physiker der Welt um eine Kleinigkeit von neunundsiebzig Nullen voneinander abweichen, so mag man uns übrigen ein wenig Skepsis verzeihen; aber es ist zumindest ein interessanter Gedanke, daß das Vakuum in einer einzigen, ganz gewöhnlichen Glühbirne genügend Energie enthält, um die gesamte Galaxis zu zerstören ... und vielleicht, wenn es sich noch ein wenig mehr als anstrengt, den ganzen Kosmos.

In einem Aufsatz, denen man hoffentlich einmal als historisch bezeichnen kann ("Extracting Electrical Energy from the Vacuum by Cohesion of Charged Foliated Conductors", in "Physival Review", Vol. 30B, pp. 1700-1702, August 15, 1984) hat Dr. Robert L. Foreward von den Hughes Research Labs aufgezeigt, daß zumindest ein winziger Bruchteil dieser Energie angezapft werden kann. Wenn ihn irgend jemand außer Science Fiction-Autoren zum Antrieb nutzbar machen kann, wären die rein technischen Probleme des interstellaren - oder sogar des intergalaktischen - Flugs gelöst.


Eisiger Himmel – Roman von Jeff Carlson (?)
Deutsche Ausgabe bei Amazon Crossing (2015)

Das Wettrennen um die Inbesitzname des Himmels über der Erde brachte neue Entwicklungen bei der Quantencomputertechnik und der künstlichen Intelligenz mit sich. Und das führte wiederum zu den lange erwarteten Durchbrüchen bei der kalten Fusion. (S. 272)


Kalte Zukunft – Roman von Benjamin Blizz (2014)
Begedia Verlag

Was sich vor Giacomos Augen abspielte war unglaublich, und wenn es tatsächlich praktisch durchführbar wäre, könnte die Zukunft der Erde gesichert seien. Es gäbe kaum noch Umweltverschmutzung, kaum noch Energiemangel.

Die Zahl der von einem Myon bewirkten Fusionen war bei vierhundertzwanzig stehen geblieben. Einen Traumwert.

Was er hatte miterleben dürfen, war die ,Kalte Fusion,, wie sich Sacharow, Fleischmann und Pons erträumt hatten. Nur war ihnen der Durchbruch nicht vergönnt gewesen, aber ihr Erbe würde fortan weiter existieren - sofern es tatsächlich einen ,kalten Fusionsreaktor, gab. (S. 164 f.)


Chrysaor - Roman von James A. Sullivan (2016)
Deutsche Ausgabe bei Piper

Die Tiefe - das war eigentlich einen Begriff aus dem 21. Jahrhundert, als die Menschheit die Energiekrise mit einer Entdeckung beendet hatte: einer Energiequelle, tief im Kleinsten verborgen. Wie mit einer winzigen Nadel stachen die Kraftwerke selbst heute noch in das Gewebe des Universums, und jenseits dieses Gewebes lag die Energie, als wartete sie nur darauf, daß man sich ihrer bediente. Die Tiefenergie war damals die Verheißung einer goldenen Zukunft gewesen. Und diese hatte sich längst erfüllt. Ohne sie keine Sprungtore, ohne sie keine Kolonien im All, ohne sie vielleicht das Ende der Menschheit. (S. 40)


Die vielen Leben des Harry August – Roman von Claire North (2015)
Deutsche Ausgabe im Bastei Lübbe Verlag (2014)

"Das Ende der Welt naht", sagte ich.

1966, und wir standen kurzes davor, Vincents Reaktor für Kalte Fusion zu testen.

Ich hielt Kalte Fusion für die ultimative Lösung sämtlicher Energieprobleme der Welt. Eine Quelle erneuerbarer Energie, deren beinahe einzige Abfallprodukte Wasser und Sauerstoff sind. (S. 276)


Der Spinswicher – Roman von Matthias Töpfer (2015)
Eigenverlag

Ruth weckte ihren Fernseher aus dem Stand-by. Sie wollte sich um ihr Abendbrot kümmern und hörte nun mit einem Ohr zu, was in den 20:00-Nachrichten durchgesagt wurde: (...)

"Das Parlament beschloß die Abschaltung sämtlicher englischer Kernkraftwerke. Sie sollen Zug um Zug durch Nutzungsmöglichkeiten unerschöpflicher Energiequellen ersetzt werden. Massiv ausgebaut werden vornehmlich Wellenkraftwerke, Windkraftanlagen und Photovoltaik-Systeme. Zudem sollen eine Reihe von Speicherkraftwerken gebaut werden. Vorgesehen ist auch die Erzeugung von Wasserstoff aus künstlicher Photosynthese. Für die Forschung zur Nutzbarmachung von Nullpunkt- und Strahlungsenergie sowie der kalten Fusion werden großzügige Fördergelder bereitgestellt. (…)" (S. 210 f.)


Kolonie – Roman von Norbert Stöbe (2017)
Heyne Verlag München

Die Blackbox war ein mattschwarzer Kubus von drei Metern Kantenlänge. Sie wies keinerlei Bedienelemente, Wartungsklappen oder sonstige Öffnungen auf, mit Ausnahme der Stromkupplungen, an denen armdicke Kabel angeschlossen waren, die zu einem Schaltkasten an der Wand führten. Ein Summen ging davon aus, oder vielmehr ein tiefer vibrierender Ton, den man nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem ganzen Körper wahrnahm. Der Ton war nicht laut, aber aus irgendeinen Grund klang er machtvoll. Diesem Gefühl konnte sich niemand entziehen, der der Blackbox nahe kann. Sie war das eigentliche Herz der Station und lieferte neben den wenigen Windrädern und Solarzellen den Großteil der Energie. Sie versorgte Klimaanlage und Sendemast, Konverter/Separator und Drucker, Maschinen, Rover und Zahnbürsten mit Strom, auch dann, wenn kein Wind wehte und die Sonne nicht schien. Die Blackbox war das größte Geschenk, daß die Menschheit ihnen, den Kolonisten, auf die weite Reise mitgegeben hatte. Allerdings hatte sie nur eine äußerst knappe Bedienungsanleitung beigelegt, die keinerlei Aufschluß über die Funktionsweise des Geräts gab. Stattdessen wurde nachdrücklich vor jeglichem Versuch gewarnt, die Blackbox gewaltsam zu öffnen, da dies unweigerlich die Vernichtung der Station und eines Großteils des Kontinents nach sich ziehen würde. Lemonia vermutete, daß die Blackbox ein Quantengenerator war und die Vakuumenergie anzapfte. Eine andere Mutmaßung war, daß sich in dem Kasten ein ultraschneller Kreisel mit Drehmomentausgleich drehte. Andere glaubten, darin seien wahlweise dunkle Materie oder Antimaterie eingeschlossen, die nun langsam abreagiere. (S. 83 f.)

Drack hob lächelnd die Hände. "Nur die Ruhe, Freunde. Es wird sich alles klären. Zunächst zur Blackbox. Die Bezeichnung ist zugegebenermaßen ein wenig Effekthascherisch, aber nicht ganz unzutreffend. Dahinter verbirgt sich nämlich ein quantengesteuertes Kraftwerkneuen Typs, genauer gesagt der Prototyp eines solchen Kraftwerks, der den damaligen Kolonisten mit auf die Reise gegeben wurde. Zur Energiegewinnung werden Quantenfluktuationen des Vakuums genutzt. Man kann sich das so vorstellen, daß der positiven Anteil einer um die Nullinie oszillierende Welle avgeschöpft wird. Der negative, sozusagen verwaiste Anteil manifestiert sich in den aufgerollten Dimensionen, deshalb bekommt der Nutzer nichts davon mit und hat den Eindruck, er zapfe Energie aus dem Nichts, während in der Energieerhaltungssatz in Wahrheit nicht verletzt wird." (...) (S. 244)


Die drei Sonnen – Roman von Cixin Liu (2016)
Deutsche Ausgabe im Heyne Verlag München (2017)

Der Wissenschaftskonsul sagte: "Princeps, Sophon eins und zwei starten zur Erde. Dank der gigantischen Wissensdatenbank, die in den Mikroschaltkreisen gespeichert ist, kennen sie alle Eigenschaften des Weltraums genau. Sie können sich mit Energie aus dem Vakuum versorgen, in allerkürzester Zeit in hochenergetische Teilchen verwandeln und mit nahezu Lichtgeschwindigkeit fliegen. Es scheint nur auf den ersten Blick so, als würde hier gegen den Energieerhaltungssatz verstoßen. Die Sophonen leihen sich die Energie aus den Vakuumsstrukturen, die sie aber erst unbeschreiblich weit in der Zukunft zurückgeben, wenn die Sophonen zerfallen. Dann ist das Ende des Universums allerdings auch nicht mehr weit. (S. 526)

 

Und zum Abschluß noch ein Zitatstelle, die wohl als eine der frühesten Nennungen des Begriffes 'Freie Energie' zu zählen ist - immerhin stammt sie von 1922 aus dem Roman von Karel Capak, Das Absolutum oder die Gottesfabrik, Phantastische Bibliothek Suhrkamp TB St 1712 (1990), S.72 f. (Originalausgabe 1922)

"Es ist Ihnen bereits bekannt, daß das von Ingenieur Marek erfundene restlose Verbrennen die Gegenwart des Absolutums in jeder Materie bewiesen hat. Man kann sich das etwa so vorstellen (das ist natürlich nur eine Hypothese), daß vor der Erschaffung von allem das Absolutum wie eine Unendliche Freie Energie bestanden hat. Diese Freie Energie begann aus irgendwelchen ernsten physischen oder moralischen Gründen schöpferisch zu wirken. Sie wurde zur Arbeitenden Energie und ging genau dem Gesetze der Inversion gemäß in den Stand der Unendlichen Gebundenen Energie über; sie verlor sich irgendwie in ihrem Arbeitseffekt, das heißt in der erschaffenen Materie, in welcher sie in latenter Form verwunschen blieb. Und wenn dieses schwer zu verstehen ist, so kann ich Ihnen nicht helfen.

Und nun war, wie es scheint, mittels des restlosen Verbrennens in den Marekschen atomischen Motoren diese Gebundene Energie frei geworden, von den Fesseln der Materie befreit, welche sie gebunden hatten; sie war zur Freien Energie oder zum tätigen Absolutum geworden, ebenso frei wie vor der Erschaffung. Es war das plötzliche Befreien derselben unerforschlichen arbeitenden Macht, welche sich bereits einmal gerade bei der Erschaffung der Welt geäußert hatte. Wenn der ganze Kosmos auf einmal völlig verbrannt würde, könnte sich die erste schöpferische Leistung wiederholen; es wäre entschieden das Ende der Welt, eine vollkommene Liquidation, welche die Gründung einer neuen Weltfirma, Kosmos II, ermöglichen würde.

Indessen wurde, wie Sie wissen, in den Marekschen Karburatoren die materielle Welt nur kiloweise verbrannt. Das Absolutum, nur in kleinen Mengen befreit, fühlte sich entweder nicht stark genug, um gleich wieder zu erschaffen, oder wollte sich vielleicht nicht wiederholen; kurz und gut, es entschloß sich, auf zweierlei Weise sich zu äußern; erstens einigermaßen traditionell, zweitens entschieden modern. Die traditionelle Art, auf welche es sich zu betätigen begann, war, wie Sie wissen, religiös. Das waren die verschiedenen Erleuchtungen und Bekehrungen, die moralischen Folgen, die Wunder, Levitationen, Ekstasen, Prophezeiungen und vor allem der religiöse Glaube. Hier stürmte das Absolutum auf bereits ausgetretenen Wegen in das persönliche und kulturelle Menschenleben, doch es tat es in nie dagewesenem Umfang. Nach einigen Monaten seiner Tätigkeit gab es beinahe keinen Menschen mehr auf der Welt, der - wenigstens vorübergehend - den religiösen Schlag nicht empfunden hätte, mit dem sich das Absolutum bei seiner Seele meldete. Zu diesem psychologischen Auftreten des Absolutums werden wir noch später zurückkehren, wenn es nötig sein wird, seine katastrophalen Folgen zu schildern.

Die zweite Äußerung der Existenz des Freien Absolutums brachte etwas völlig Neues. Die Unendliche Energie, welche sich einst mit der Erschaffung der Welt beschäftigt hatte, stürzte sich - anscheinend aus Rücksicht auf die veränderten Verhältnisse - auf die Erzeugung. Sie schuf nicht; sie erzeugte. Anstatt des reinen Erschaffens stellte sie sich an die Maschinen. Sie wurde der Unendliche Arbeiter."

 

Zudem findet sich eine Erwähnung der Kalten Fusion in dem Echtzeitstrategie-Computerspiel Original War, welches das grandiose Buch Der letzte Tag der Schöpfung von Wolfgang Jeschke zur Vorlage nimmt, die Handlung aber nach Sibirien verlegt. Statt um Öl geht es um ein Mineral, das die Kalte Fusion katalysiert.

Die Story von Original War (PC) - Der Schlüssel zu Kalten Fusion wurde entdeckt, er heißt Sibirit, ist ein geheimnisvoller Stoff und ist natürlich in Sibirien zu finden. Das paßt den Amerikanern nicht und da sie eine Zeitmaschine haben, versuchen sie nun in die Vergangenheit zu reisen um so das Sibirit auf amerikanischen Boden zu schaffen, um so den zukünftigen Generationen den wertvollen Rohstoff zu sichern.

Aber da haben die Russen natürlich was dagegen, die haben auch eine Zeitmaschine und fertig ist das Szenario: Man bekriegt sich gegenseitig in der Vergangenheit um die Zukunft zu verändern; arabische Söldner mischen auch noch mit, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite.


Anmerkung
: Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl ...da ich noch gar nicht begonnen habe, gezielt nach derartigen Literaturstellen zu suchen!

(Stand August 2017)


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